Die Deutsche Bahn informierte heute morgen per Presseinformation zur Sperrung der Schienenstrecke zwischen Berlin und Lehrte bei Hannover. Aus Sicht des Verbandes DIE GÜTERBAHNEN wirft die Planung schwerwiegende Fragen auf: So geht die DB in ihrer Presseinformation nicht darauf ein, dass keine der 2022 vereinbarten standardmäßigen Verbesserungen des Streckenlayouts realisiert werden soll. Für den Verband ist so die 14-monatige Sperrdauer des Korridors noch weniger nachvollziehbar.
Neele Wesseln, Geschäftsführerin der GÜTERBAHNEN: „Berlin-Lehrte schafft zwei Negativ-Rekorde: Es handelt sich um die erste Korridorsanierung, die das Versprechen der 2022 definierten Streckenverbesserungen durch die Baumaßnahmen nicht einhalten wird. Wir haben zudem nur nebenbei von diesem Bruch des DB-Versprechens, nicht nur „1:1" zu sanieren, erfahren. Angesichts des langen Planungsvorlaufs ist dies umso unverständlicher. Die Sanierung wird mit 14 Monaten auch Rekordhalterin bei der Überschreitung der 2022 versprochenen Regel-Sperrdauer von fünf Monaten. Die vorgesehenen Umleitungen des Ost-West-Schienengüterverkehrs werden aufgrund des ebenfalls prekären Status der Strecke zwischen Magdeburg und Braunschweig sowie Baumaßnahmen auf anderen Strecken mit großer Sorge betrachtet.“
Unabhängig davon besteht ein unstrittiger Sanierungsbedarf auf dem Korridor, insbesondere an der sogenannten „Festen Fahrbahn". Positiv bewertet der Verband zudem die geplante Elektrifizierung des bestehenden dritten Gleises neben der Schnellfahrstrecke.

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