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Home › Blinder Klimafleck: Güterverkehr wird immer größeren Anteil an den Verkehrsemissionen haben

Blinder Klimafleck: Güterverkehr wird immer größeren Anteil an den Verkehrsemissionen haben

25.03.2026

Der heute veröffentlichte Entwurf des Klimaschutzprogramms 2026 ist im Güterverkehr stark unterbelichtet. Ein Drittel der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen stammt aus dem Lkw-Verkehr. Weiterhin werden die europäischen Klimaziele mit Ansage verfehlt: Deutschland verpflichtet sich im ESR, die THG-Emissionen bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren, die aktuelle Prognose erwartet jedoch nur eine Reduktion um 36,4 Prozent. Der Verkehrssektor verfehlt sein Ziel voraussichtlich um 169 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Zwar werden vereinzelte Maßnahmen zur Stärkung des Schienengüterverkehrs genannt, doch das Papier bleibt auf den Straßenverkehr fokussiert – das nötige Zusammendenken der Bereiche bleibt aus.

Neele Wesseln, Geschäftsführerin der GÜTERBAHNEN:
„Die einfachste Lösung liegt auf dem Tisch und wird konsequent ausgeblendet: Verkehrsverlagerung auf die Schiene. Jede auf die Schiene verlagerte Tonne spart 85 Prozent CO2 im Vergleich zum Straßentransport. Es fehlt jede Antwort auf die zentrale Frage, wie Güterverkehr auf die Schiene verlagert werden soll, etwa durch wettbewerbsfähige Trassenpreise. Die Elektrifizierung der Schiene kommt im Maßnahmenpaket überhaupt nicht vor, während Elektromobilität im Straßenverkehr als zentraler Hebel hervorgehoben wird. Diese Unwucht ist skandalös. Das Programm verschenkt enormes Potential für den Klimaschutz.“

Hintergrund:

Der Entwurf benennt zwar Maßnahmen wie den Ausbau von Strecken, die Förderung von Gleisanschlüssen oder Innovationen im Schienengüterverkehr. Gleichzeitig wird die Rolle der Schiene im Klimaschutz insgesamt als „nachgeordnet“ beschrieben – obwohl gerade hier kurzfristig erhebliche Emissionsminderungen möglich wären. Jede auf die Schiene verlagerte Tonne spart rund 85 Prozent CO2 im Vergleich zum Straßentransport und senkt in ähnlichem Umfang den Energieverbrauch.

DIE GÜTERBAHNEN haben Bundesverkehrs- und Bundesumweltministerium konkrete Vorschläge vorgelegt, wie der Schienengüterverkehr bis 2030 seinen Anteil am Gütertransport von heute 20 auf 25 Prozent steigern kann. Dazu gehören insbesondere Ausbau und Sanierung des Schienennetzes, eine konsequente Elektrifizierung sowie faire Rahmenbedingungen zwischen Straßengüterverkehr und Schiene. Alle genannten Maßnahmen finden Sie in einer Maßnahmenliste der GÜTERBAHNEN.

Ansprechpartner:in
Daniela Morling

Daniela Morling

Leiterin Kommunikation
morling@netzwerk-bahnen.de
+49 30 5314 9147-1
+49 151 555 081 83

PDF Statement vom 25. März 2026: Blinder Klimafleck: Güterverkehr wird immer größeren Anteil an den Verkehrsemissionen haben


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