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Home › Bund bringt Uhrwerk für moderne Leit- und Sicherungstechnik in Gang – wichtiger Schritt für den Güterverkehr

Bund bringt Uhrwerk für moderne Leit- und Sicherungstechnik in Gang – wichtiger Schritt für den Güterverkehr

13.08.2026

Heute geht es los: Mit einer konstituierenden Sitzung des Lenkungskreises der ERTMS-Koordinierungsstelle im Bundesverkehrsministerium startet ein Modernisierungsprojekt, auf das die Schienen-Branche lange hin gefiebert hat. Ziel ist die Umrüstung von Strecken und Schienenfahrzeugen auf das Zugleit- und Sicherungssystem ETCS (European Train Control System), das Standard in Europa werden soll und es in anderen Ländern auch bereits ist. Für die Umrüstung vorhandener Loks und Triebfahrzeuge des Personen- und Güterverkehrs stellt der Bund bis 2030 ca. 1,7 Milliarden Euro Fördermittel zur Verfügung. Einige Hürden auf dem Weg zur flächendeckenden Umsetzung müssen aber noch genommen werden.

Oliver Smock, Senior Referent der GÜTERBAHNEN, und Mitglied des Lenkungskreises kommentiert: „Der Verkehrsminister löst die Bremse. Heute beginnt die eigentliche Arbeit für das ETCS-Uhrwerk: Die Koordinierungsstelle verzahnt Fahrzeugumrüstung, Streckenausbau und Finanzierung. Damit dieses Räderwerk rundläuft, muss sie schnell ins operative Arbeiten kommen – und der jetzt entstehende Umsetzungsplan verlässlich sein. Die Unternehmen treffen basierend darauf Investitionsentscheidungen über viele Jahre. Der Plan muss deshalb gemeinsam mit der Branche entstehen, das gesamte Schienennetz, insbesondere die Anforderungen des Güterverkehrs berücksichtigen und über viele Jahre Bestand haben. Nach all den Verzögerungen können wir uns weitere Planänderungen schlicht nicht mehr leisten.“

Hintergründe:

Die neu geschaffene Koordinierungsstelle soll die seit Kurzem möglichen Anträge von Fahrzeugeigentümern auf Umrüst-Fördermittel priorisieren und die Fahrzeugumrüstung mit der bundesweiten ETCS-Umsetzung auf den Strecken abstimmen. Eine solche Koordinierung ist entscheidend, weil die Kosten für die Umrüstung der Fahrzeuge bereits heute anfallen, während sich ihr Nutzen erst mit der Inbetriebnahme der ausgerüsteten Strecken entfaltet. Umgekehrt könnten nicht umgerüstete Fahrzeuge auf umgerüsteten Strecken nicht mehr fahren. Für die vollständige Umrüstung der rund 13.000 betroffenen Triebfahrzeuge werden die derzeit vorgesehenen Fördermittel absehbar nicht ausreichen. Deshalb müssen rechtzeitig auch für die Zeit nach 2030 ausreichende Haushaltsmittel gesichert werden, damit die Umrüstung kontinuierlich fortgesetzt werden kann.

Für die Streckenumrüstung liegt seit Anfang Juli ein aktualisierter Entwurf eines Umsetzungsplans der DB InfraGO AG zur Branchenkonsultation vor. Demnach sollen bis Ende 2031 zunächst zwölf Strecken mit rund 750 Kilometern auf ETCS-only umgerüstet werden, also dann ohne Doppelausstattung mit den bisher verwendeten Signal- und Sicherungssystemen auskommen.

Ansprechpartner:in
Daniela Morling

Daniela Morling

Leiterin Kommunikation
morling@netzwerk-bahnen.de
+49 30 5314 9147-1
+49 151 555 081 83

PDF Statement vom 13. August 2026: Bund bringt Uhrwerk für moderne Leit- und Sicherungstechnik in Gang – wichtiger Schritt für den Güterverkehr


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