Der DB-Konzern meldet steigende Konzernumsätze und ein verbessertes operatives Ergebnis. Zugleich vergrault die DB-Infrastruktur in der Diesel- und Klimakrise die Kundschaft. Die InfraGO-Aufsichtsratsvorsitzende (und Konzern-Chefin) Evelyn Palla verkündet zehn Jahre Wartezeit auf eine sanierte Infrastruktur.
Peter Westenberger, Geschäftsführer der GÜTERBAHNEN: „Kundenorientierung ist für die DB nur eine PR-Floskel. Für die Bahnunternehmen im Schienengüterverkehr und ihre industriellen Kunden bringt jeder Tag mehr überraschende Baustellen, unzureichende Koordination und fehlende Verlässlichkeit. Trotz Regierungswechsel und einer beschworenen Kehrtwende steigt der Stresspegel auf der Schiene. Die Politik hält sich raus, statt zu steuern.“
Hintergrund:
Die DB benennt selbst die erheblichen negativen Auswirkungen des Baugeschehens auf den Betrieb und die Einnahmen ihrer eigenen Eisenbahnunternehmen, wie auch der Wettbewerber. Ein tagesaktuelles Beispiel gibt es ebenfalls: Die DB InfraGO hat heute früh in einer kurzfristig anberaumten Telefonkonferenz die Eisenbahnverkehrsunternehmen darüber informiert, dass durch ad-hoc-Bauarbeiten mehrere an sich „baufrei“ zu haltende Umleiterstrecken für die voll gesperrte Strecke Nürnberg–Regensburg in den kommenden drei Nächten für den Güterverkehr kaum nutzbar sind. Vorlauf: wenige Stunden. Betroffen: München-Ingolstadt; Augsburg-Treuchtlingen und Ingolstadt-Treuchtlingen und Güterzüge, die von der Nordsee bis nach Österreich und teils Südosteuropa fahren (sollen).
DIE GÜTERBAHNEN haben auf ihrer Mitgliederversammlung vergangene Woche eine Abfrage bei ihren Mitgliedern zur aktuellen Kundenorientierung der DB InfraGO gemacht:


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