• Themen
    • Energie & Klima
    • Infrastruktur
    • Wettbewerbsbedingungen
    • Trassenpreise
    • Innovationen
    • Gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft
    • Bundestagswahl 2025
    • Positionspapiere und Dossiers
    • Rail in Numbers
    • Förderprogramme
    • Wettbewerber-Report Eisenbahnen
    • Mahnmal Beschleunigungskomission Schiene
  • Presse
    • Pressemitteilungen
    • Hintergründe
    • Pressematerial
  • Kooperationen
    • Notfallmanagement
    • Ausbildungs- und Prüfungsverfahren
    • Partner
    • Arbeitskreise
  • Über uns
    • Unsere Mission
    • Mitglieder
    • Mitglied werden
    • Vorstand und Geschäftsstelle
    • Satzung
    • Beitragsordnung
    • Kontakt
    • Jobs
  • enInformation in English
  • Suche
  • Log in
Home › DB InfraGO: Bauen mit Risiken und großen Nebenwirkungen

DB InfraGO: Bauen mit Risiken und großen Nebenwirkungen

GÜTERBAHNEN warnen, dass zu viele und schlecht koordinierte Baustellen zu noch mehr Abwanderung auf die Straßen führen werden

27.01.2026

Der Schienengüterverkehr trägt immer höhere Belastungen durch eine Vielzahl von Baustellen, die häufig chaotisch und schlecht koordiniert von der DB InfraGO durchgeführt werden. Das führt schon heute dazu, dass wieder mehr Güterverkehr auf der Straße stattfindet: So wurden 2022 noch 150 Mrd. Tonnenkilometer per Güterbahn transportiert, 2024 waren es nur noch 134 Mrd. Tonnenkilometer. Die aktuelle Tendenz: sinkend. Eine wesentliche Ursache sind massive Zusatzkosten sowie Einnahmen und Kundenverluste infolge immer weiter zunehmender Bautätigkeit. Laut Bundesnetzagentur lag der Anteil der Belastungen der Eisenbahn-Unternehmen aus Baumaßnahmen 2024 mit 4 Prozent ihres Gesamtumsatzes auf einem Rekordhoch – der Wert hat sich gegenüber 2021 verdoppelt und marschiert Richtung 300 Millionen Euro. DIE GÜTERBAHNEN rufen die Bundesregierung auf, betroffene Unternehmen vor der chaotischen Baustellenplanung der InfraGO zu schützen.

Am 06. Februar starten zwei weitere Korridorsanierungen mit Vollsperrungen bis in den Juli: Hagen–Wuppertal–Köln sowie Nürnberg–Regensburg. Im Sommer folgen Hamburg–Hannover, Obertraubling–Passau und Koblenz–Wiesbaden. Zusammen mit der weiterhin gesperrten Verbindung Hamburg–Berlin und Lehrte–Berlin werden 2026 allein hierfür 1.144 Kilometer stark befahrene Streckenkilometer komplett aus dem Verkehr genommen. Die vorgesehenen Umleiterverkehre beanspruchen besonders in Bayern vielfach selbst hoch belastete und sanierungsbedürftige Strecken. Dort wird jede zusätzliche Störung den Verkehr dominoartig zum Erliegen bringen, weit über die Grenzen des Freistaats hinaus. Neben den aufmerksamkeitsstarken Korridoren quälen noch weitere Baustellen in großer Zahl Reisende und verladende Wirtschaft. Rund um Dresden, auf der Ost-West-Verbindung Halle-Eichenberg oder zwischen Köln und Trier sind wichtige Strecken einfach „zu“.

Peter Westenberger, Geschäftsführer der GÜTERBAHNEN: „Wenn Züge nicht mehr fahren können oder der Transport durch Umleitungen zu teuer wird, weichen Kunden auf die Straße aus. Die Sanierung des Schienennetzes ist notwendig, doch die DB InfraGO baut zu häufig auf Kosten derer, die eigentlich profitieren sollen.“

Probleme sind unter anderem, dass Baustellen nicht rechtzeitig angekündigt, zuvor festgelegte Baumaßnahmen unvollständig umgesetzt und die versprochenen Bauzeiten nicht eingehalten werden. Die Korridorsanierung Lehrte–Berlin, eigentlich für das nächste Jahr geplant, soll bereits ab Oktober 2026 „vorbereitet“ werden. So verlängert die InfraGO die eigentlich angekündigte fünfeinhalbmonatige Sperrzeit um fast sieben weitere Monate.

Westenberger: „Die Branche muss sich darauf verlassen können, dass Layoutstandards und versprochene Maßnahmen auch eingehalten werden, sonst wird Schienengüterverkehr zum Hütchenspiel. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass die Bautätigkeit auf hohem Niveau viel besser koordiniert wird.“

Dazu kommt: Störungen sind leider Alltag und mit den baubedingten Sperrungen wird es noch schlimmer.

Westenberger: „Wir erwarten von der InfraGO, dass sie Umleiterstrecken exzellent vorbereitet, also alle Infrastrukturelemente bestmöglich geprüft und gewartet sind und Personal für schnellstmögliche Entstörungen vor Ort ist. Im Störungsfall muss der Verkehr so schnell wie möglich wieder rollen.“

Anschließend verlangt der Verband, jedes Projekt daraufhin zu überprüfen, ob eine Vollsperrung oder eine Teilsperrung das bessere Ergebnis erzielt. Die Union hatte im Wahlkampf eine umfassende Neubewertung versprochen, setzt aber bislang die Planungen der Vorgängerregierung um. Die entstehenden Mehrkosten für Personal, Energie und Fahrzeuge bei weitreichenden Umleitungen dürfen nicht bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen hängenbleiben, sondern müssen vom Bund übernommen werden.

Ansprechpartner:in
Daniela Morling

Daniela Morling

Leiterin Kommunikation
morling@netzwerk-bahnen.de
+49 30 5314 9147-1
+49 151 555 081 83

PDF PM vom 27. Januar 2026: DB InfraGO: Bauen mit Risiken und großen Nebenwirkungen

PNG-Download: Korridorsanierungen DB InfraGO 2026


Newsletter abonnieren
Wieder droht der Preisschock: Trassenpreise könnten Ende 2026 um 37 Prozent steigen
Jetzt abstimmen: Lieblings-Fahrdienstleiter:innen gesucht
folge den GÜTERBAHNEN

Newsletter abonnieren

Suche
Kontakt

office(at)netzwerk-bahnen.de
+49 (0)30 53 14 91 47-0

Reinhardtstraße 46
10117 Berlin

Transparenz

Mittelherkunft und -verwendung
Lobbyregister #R000422

Suche
Datenschutz Impressum
© Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.