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Home › DB InfraGO bei Bewährungsprobe für das Konzept „Korridorsanierung“ gescheitert

DB InfraGO bei Bewährungsprobe für das Konzept „Korridorsanierung“ gescheitert

Verkehrsminister Schnieder muss das Projekt persönlich neu aufstellen

09.06.2026

Am kommenden Sonntag wird die Schienenstrecke Hamburg – Berlin wieder vollständig befahrbar sein. Damit enden deutlich über 300 Tage Vollsperrung auf einem Prozent des deutschen Schienennetzes. Ein zuletzt zweiwöchiger Kontrollverlust der DB InfraGO im Norden führte ab Himmelfahrt zu chaotischen Zuständen. Termin- und Kostenüberschreitungen sowie untragbare Belastungen für Bahnen und ihre Kund:innen zeichnen das Bild, das die erheblichen Planungsmängel seitens der DB InfraGO offenlegt. Damit ist das 2022 vorgestellte Konzept „Korridorsanierung“ an seiner eigentlichen Bewährungsprobe gescheitert. DIE GÜTERBAHNEN sehen Verkehrsminister Patrick Schnieder in der Pflicht: Er muss die im Koalitionsvertrag verankerte Überprüfung des Konzepts durchsetzen und Güterverkehr, Industrie und Lieferketten vor weiteren Schäden bewahren.

Peter Westenberger, Geschäftsführer der GÜTERBAHNEN: „Jetzt entscheidet sich, ob er als Minister auftritt, der das Ruder nochmal rumreißt oder als jener, der die Rückschläge kommen sieht und nicht reagiert. Die aktuellen Herzrhythmusstörungen im deutschen Schienennetz sind klar auf das haarsträubende Baustellen-Management der DB InfraGO zurückzuführen. Dazu zählt auch, dass die Deutsche Bahn versprochene Bestandteile der Korridorsanierung zurücknimmt, obwohl diese den entscheidenden Mehrwert gegenüber herkömmlichen eingleisigen Sperrungen ausmachen sollten.“

Die Branche kann sich immer weniger dem Eindruck erwehren, dass der Bund der DB InfraGO blind folgt: Obwohl Pläne für Korridorsanierungen seit 2022 bekannt sind, werden Umleitungsstrecken nicht vorab ausgebaut oder ausreichend ertüchtigt. Zugleich wurden zentrale Vorhaben wie Stellwerkserneuerungen und der flächendeckende ETCS-Einbau trotz steigender Mittel des Bundes von der InfraGO abgesagt.

Westenberger: „Die jüngsten Rohstoffengpässe in der Stahlindustrie zeigen: Die Laissez-faire-Haltung des Ministers bringt nicht nur Güterbahnen, sondern die deutsche Wirtschaft insgesamt ins Schlingern. Es muss rigoros geprüft werden, ob Vollsperrungen vertretbar sind, wie die zeitlichen und technologischen DB-Versprechen eingehalten und die Kosten wieder auf Normalmaß zurückgeführt werden können. Wir werden nicht zögern, alle politischen wie rechtlichen Schritte zu gehen, um einen sicheren, leistungsfähigen und zuverlässigen Betrieb der Infrastruktur neben ihrer baulichen Sanierung und Modernisierung sicherzustellen – wie es das Eisenbahnregulierungsgesetz vorsieht.“

Ansprechpartner:in
Daniela Morling

Daniela Morling

Leiterin Kommunikation
morling@netzwerk-bahnen.de
+49 30 5314 9147-1
+49 151 555 081 83

PDF PM vom 09. Juni 2026: DB InfraGO bei Bewährungsprobe für das Konzept „Korridorsanierung“ gescheitert

PDF Präsentationsfolien Pressegespräch


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