Seit der letzten Nacht gibt es in Norddeutschland im Zusammenhang mit der Korridorsanierung Hamburg–Berlin und weiteren Baumaßnahmen massive Störungen im Schienengüterverkehr. Zu den Problemen zählen eine inzwischen behobene Oberleitungsstörung zwischen Uelzen und Bad Bevensen, eine Weichenstörung in Peine sowie ein aktueller Oberleitungsschaden bei Hannover-Pferdeturm auf der Strecke zwischen Hannover und Lehrte. Alle drei Strecken sind essenziell für einen reibungslosen Schienengüterverkehr, solange die Korridorsanierung Hamburg–Berlin andauert. Auch Ost-West-Güterverkehre und der Personenverkehr sind betroffen, der Schienengüterverkehr jedoch am stärksten durch großflächige ungeplante Abstellungen auf Nebengleisen. In Anbetracht der verzögerten Wiederinbetriebnahme der Strecke Hamburg–Berlin sind diese massiven Störungen auf den zentralen Umleiterstrecken besonders schmerzhaft für den Schienengüterverkehr.
Peter Westenberger, Geschäftsführer der GÜTERBAHNEN: „Der Hamburger Hafen leidet besonders unter dem Shutdown. Aber auch die Eisenbahn-Unternehmen. Eines unserer Mitglieder wies darauf hin, dass allein die letzte Nacht einen sechsstelligen Schaden verursachen wird. Die Auswirkungen werden die Kunden noch Tage, vielleicht Wochen zu spüren bekommen. Die DB InfraGO wurde vor der Komplettsperrung Hamburg–Berlin mehrfach auf die Gefahren hingewiesen, die auch nur eine einzige Störung auf einer wichtigen Umleiterstrecke mit sich bringt. Im Vorfeld wurden die Strecken jedoch nicht ausreichend ertüchtigt. Entsprechend verwundbar ist der Schienengüterverkehr aktuell. Jetzt gilt es, Schadensbegrenzung zu betreiben und den Betrieb möglichst schnell wieder in die Spur zu bringen."

Leiterin Kommunikation
morling@netzwerk-bahnen.de
+49 30 5314 9147-1
+49 151 555 081 83