• Themen
    • Energie & Klima
    • Infrastruktur
    • Wettbewerbsbedingungen
    • Trassenpreise
    • Innovationen
    • Gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft
    • Bundestagswahl 2025
    • Positionspapiere und Dossiers
    • Rail in Numbers
    • Förderprogramme
    • Wettbewerber-Report Eisenbahnen
    • Mahnmal Beschleunigungskomission Schiene
  • Presse
    • Pressemitteilungen
    • Hintergründe
    • Pressematerial
  • Kooperationen
    • Notfallmanagement
    • Ausbildungs- und Prüfungsverfahren
    • Partner
    • Arbeitskreise
  • Über uns
    • Unsere Mission
    • Mitglieder
    • Mitglied werden
    • Vorstand und Geschäftsstelle
    • Satzung
    • Beitragsordnung
    • Kontakt
    • Jobs
  • enInformation in English
  • Suche
  • Log in
Home › Korridorsanierung: PR löst keine Managementprobleme – Wann gibt es die Überprüfung des Konzepts?

Korridorsanierung: PR löst keine Managementprobleme – Wann gibt es die Überprüfung des Konzepts?

14.07.2026

Bei der Erneuerung des bestehenden Schienennetzes bleibt die Deutsche Bahn ihren Fahrgästen und Kunden des Güterverkehrs weiterhin die notwendige Balance zwischen Bauen und Fahren schuldig. Am vergangenen „Wechselwochenende“, an dem sich verschiedene Sanierungsgroßprojekte der DB InfraGO störanfällig überschnitten oder nahtlos hintereinandergeschaltet wurden, war viel Improvisationstalent und Geduld nötig. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder spricht immerhin über Organisationsdefizite bei den Sanierungen. Von der versprochenen Überprüfung des Konzepts, die sowohl im Koalitionsvertrag als auch in verschiedenen Wortbeiträgen angekündigt wurde, ist bisher jedoch nichts zu sehen.

Peter Westenberger, Geschäftsführer der GÜTERBAHNEN: „Eine transparente Aufarbeitung, warum die gegebenen Versprechen zu Terminen, Maßnahmenumfang, Kosten und Baufreiheit zahlreich gebrochen werden, ist das Gebot der Stunde. Während die DB InfraGO schon eine vollmundige Kommunikationskampagne zur Korridorsanierung hochfährt, schaut Deutschland ihrem alltäglichen Scheitern in Serie zu. Vollsperrungen für gebündeltes Bauen sind nicht per se falsch. Doch sie brauchen operative Exzellenz – und definitiv keine nachlaufenden Zusatzsperrungen für zu spät gelieferte Anlagen, Funktionskontrollen, Verdichtungsfahrten, immer noch notwendige Baumaßnahmen oder übersehene Probleme. PR und Kunden-Informationen nützen nichts, wenn die Managementprobleme nicht behoben werden.“

Bisher hat die DB InfraGO drei von fünf Korridorsanierungen nicht zum jeweils ursprünglichen Eröffnungstermin mit allen Komponenten in Betrieb genommen. Die Kommunikationspannen kurz vor dem Start der drittgrößten Korridorsanierung am „Rechten Rhein“ (Wiesbaden–Troisdorf) verstärkten den Eindruck einer überforderten Infrastrukturbetreiberin:

  • Korridorsanierung Hagen–Wuppertal–Köln: Altstellwerke müssen weiter betrieben werden. Nach einer Routineprüfung musste in Opladen eine zuletzt kaum genutzte Brücke „überraschend“ wegen Schäden gesperrt werden – somit ist die offiziell fertig sanierte Strecke nach nur einem Tag nicht mehr durchgehend befahrbar.
  • „Qualitätsoffensive“ Hamburg–Hannover: Die Sanierung der stark beanspruchten Achse wurde am Freitag pünktlich beendet. Doch statt wie üblich während der Sperrung „Belastungsfahrten“ durchzuführen, geschah dies erst danach – wofür Mitgliedsunternehmen der GÜTERBAHNEN wie auch zum Sanierungsende der Strecke Hamburg–Berlin hektisch angefragt wurden.
  • Korridorsanierung „Rechter Rhein“: Am Starttag der Sanierung einer der wichtigsten Güterverkehrsachsen Deutschlands wurden auf Umleiterstrecken umfangreiche instandhaltungsbedingte Sperrungen bis Montag angekündigt. Erfreulicherweise fanden diese nicht statt – nach heftigen Protesten aus der Branche benannte die DB InfraGO einen Fehler in der Kommunikation als Grund – man habe keine Bauarbeiten geplant. Prekär sind weiterhin die Probleme mit ausfallenden Schichten auf Stellwerken in der InfraGO-Region Mitte, wodurch Umleiterstrecken kurzfristig unbefahrbar werden können.
  • Korridorsanierung Nürnberg–Regensburg: Die Arbeiten auf der Strecke konnten nicht wie geplant am Freitag beendet werden, sodass sie sich weitere drei Wochen mit der Korridorsanierung Obertraubling–Passau überlappen.

Westenberger: „Wenn bei Gesamtsanierungskosten in Milliardenhöhe am Wiedereröffnungstag nur B-Ware an den Verkehr übergeben wird, läuft etwas grundfalsch. Dennoch will die DB InfraGO von der ‚Gemeinschaftlichen Konzeption des Bauprogramms‘, die von Schnieders ‚Taskforce zuverlässige Bahn‘ beschlossen worden war, nichts wissen. Nach den jüngsten Kontrollverlusten muss der Bund dies durchsetzen und ein unabhängiges Bundesamt für Schieneninfrastruktur (BASchi) einrichten, um die Infrastrukturbetreiberin zu steuern.“

Ansprechpartner:in
Daniela Morling

Daniela Morling

Leiterin Kommunikation
morling@netzwerk-bahnen.de
+49 30 5314 9147-1
+49 151 555 081 83

PDF PM vom 14. Juli 2026: Korridorsanierung: PR löst keine Managementprobleme – Wann gibt es die Überprüfung des Konzepts?


Newsletter abonnieren
Ja zu mehr Wettbewerb: Mit diesem Italo-Beschluss können alle zufrieden sein
Übler Fehlstart der Korridorsanierung am Rechten Rhein
folge den GÜTERBAHNEN

Newsletter abonnieren

Suche
Kontakt

office(at)netzwerk-bahnen.de
+49 (0)30 53 14 91 47-0

Reinhardtstraße 46
10117 Berlin

Transparenz

Mittelherkunft und -verwendung
Lobbyregister #R000422

Suche
Datenschutz Impressum
© Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.