Nach der Ankündigung der Deutsche Bahn-Chefin Evelyn Palla, man wolle die Anzahl der Korridorsanierungen pro Jahr weiter reduzieren, zeigen sich DIE GÜTERBAHNEN irritiert, dass derlei öffentliche Äußerungen weiterhin ohne Konsultation der Branche gemacht werden. Auch von einer „Gemeinschaftlichen Konzeption des Bauprogramms“, die von der „Taskforce zuverlässige Bahn“ von Verkehrsminister a. D. Patrick Schnieder als Maßnahme angekündigt wurde, will man scheinbar weiterhin nichts wissen, obwohl es neben den „Korridoren“ noch unzählige große und kleine baubedingte Sperrungen gibt.
Peter Westenberger, Geschäftsführer der GÜTERBAHNEN, kommentiert die Äußerungen: „Ob es zwei oder vier 5-monatige Vollsperrungen gibt und wo, ist bei 28.000 Baustellen keine Frage für den Minister und Frau Palla. Das ist eine von zahllosen Koordinationsaufgaben, die von der DB InfraGO im stillen Kämmerlein nicht gut genug erledigt wird. Die Interessen der Kund:innen sehen wir so nicht vertreten. Die DB und das Verkehrsministerium planen weiterhin über die Köpfe der Branche hinweg. Dabei sind es gerade sie, durch deren Expertise ein Lernprozess bei der DB InfraGO in Gang gesetzt werden könnte. Wir brauchen eine gesamthafte Strategie, wie das Netz saniert werden soll.“
Hintergründe:
Bereits mehrfach haben DIE GÜTERBAHNEN auf Mängel des Konzepts und tägliche Umsetzungsschwächen hingewiesen, auf eine Überprüfung gedrängt und Managementprobleme beklagt (u. a. im Juli hier). Die Prüfung findet laut Aussagen aus dem Verkehrsministerium aktuell statt, die Branche wurde allerdings bislang nicht hinzugezogen.

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