In der Halbjahrespressekonferenz berichtete der DB-Konzern heute unter der Überschrift “Fortschritte” über den Verlauf des ersten Halbjahres 2025. GÜTERBAHNEN- Geschäftsführer Peter Westenberger nimmt wie folgt Stellung:
Der DB-Konzern stirbt seinem Eigentümer Bund unter den Händen weg. Die Qualität für die Kunden des Netzes und der Bahnunternehmen ist weiter gesunken, die Zustände im Bahnverkehr spiegeln sich nicht annähernd in der optimistisch gefärbten Berichterstattung wider. DB Cargo hat fast ein Viertel seiner inländischen Verkehrsleistung verloren oder abgegeben. Ohne Bundes-Rating, Bundeszuschüsse und die Gelddruckmaschine Trassenpreissystem müsste der Konzern zum Insolvenzrichter. Man hangelt sich so durch. Zum Beispiel mit dem Schenker-Verkauf, der mit einem Erlös von 12,5 Milliarden Euro zu Ende April die Schulden reduzieren sollte. Berücksichtigt man diesen Einmaleffekt, hat der Konzern seine Nettofinanzschulden parallel im ersten Halbjahr schon wieder um knapp zwei Milliarden Euro erhöht.
Außer der DB InfraGO, die mit staatlicher Protektion trotz sinkender Qualität 1,1 Prozent mehr Trassenabsatz in 5,7 Prozent mehr Trassenpreiserlöse verwandeln konnte, leidet der größte Akteur im Schienenverkehr unter Sanierungsverschleppung und fehlender Wachstumsorientierung. Die vom Verkehrsminister angekündigte Eigentümerstrategie muss viele Fragen beantworten. Das bisherige Konstrukt DB AG hat auf jeden Fall keine Zukunft.

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