Ein zweiter Termin der DB InfraGO zur Sanierung der Strecke Berlin–Lehrte mit betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen trug nicht dazu bei, die düsteren Wolken über der in Kürze beginnenden Vollsperrung zu vertreiben. Aufgrund der verspäteten Wiederinbetriebnahme eines Teilabschnitts der parallel liegenden so genannten „Stammbahn“ hatte die InfraGO zuletzt bekanntgegeben, dass der Fernverkehr dadurch auf die gleichen Umleiterstrecken ausweichen muss, die eigentlich durch reguläre und Umleiterverkehre des Güter- und Personennahverkehrs bereits voll ausgelastet sind.
Peter Westenberger, Geschäftsführer der GÜTERBAHNEN, fasst enttäuscht zusammen: „Das Umleiterkonzept für die ultralange Sperrung zwischen Berlin und Lehrte ist mehr Glücksspiel als Plan. Auch im zweiten Anlauf konnte die DB InfraGO heute nicht für Entspannung sorgen. Eine Umleiterstrecke wird nicht fertig, die zweite ist zu kaputt und die dritte ist zu voll. Für uns steht im Vordergrund, dass die Stammbahn so bald wie möglich auch provisorisch in Betrieb genommen wird. Die Elektrifizierung der bestehenden Schienenverbindung ist weit fortgeschritten, sodass eine Verschiebung der Wiederinbetriebnahme sicher keine 14 Monate ab heute benötigt.“

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